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Hund aus dem Auslandstierschutz

Januar 24th, 2009 · No Comments

Nicht nur hier in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Teilen Europas, haben es sich engagierte Menschen, die Tiere über alles lieben, zur Aufgabe gemacht, sich im Tierschutz einzusetzen und dies meistens auch noch ehrenamtlich und völlig unentgeltlich. Sei es, dass sie in Ländern wie Spanien, Ungarn oder der Türkei, um nur einmal drei der vielen Länder zu nennen, die Hunde von den Straßen holen und sie in den örtlichen Tierheimen nach bestem Wissen und Gewissen wieder aufpäppeln oder dass sie vor Ort oder dann aber hier in Deutschland sich als Pflegestelle zur Verfügung stellen, bis der eingeflogene Hund vermittelt werden kann.

Dann gibt es noch die Menschen, die im Hintergrund die Fäden in den Händen halten. Zum Beispiel diejenigen, die sich um die Homepages der Tierschutzvereine kümmern. Fast täglich müssen hier Updates veröffentlicht werden über die einzelnen Hunde, es müssen Bilder eingestellt werden und Texte mit Beschreibungen verfasst werden, damit die Hunde auch eine Chance haben, vermittelt zu werden. Dies ist natürlich nur zum Vorteil der Tiere, denn so können sich die Menschen in Deutschland oder anderswo auf der Welt bereits einen Hund auswählen, der noch in der Auffangstation zum Beispiel in Spanien sitzt.

Wer sich für einen Hund aus dem Auslandszierschutz entscheidet, sollte beachten, dass er den Hund nicht einfach wie einen Gebrauchtwagen zurückgeben kann, wenn er ihm nicht behagt. So eine Entscheidung darf nicht übers Knie gebrochen werden und man muss genau wissen, worauf man sich da einlässt. Ein Sorgenfall im Auslandstierschutz sind zum Beispiel Windhunde in Spanien. Sie werden oft extra für Windhundrennen gezüchtet, weil sich dort das schnelle Geld machen lässt. Sind die Hunde nicht geeignet oder zu alt für diese Rennen, werden sie im wahrsten Sinne des Wortes entsorgt. Ein Hund, der ausgesetzt wird, hat es dabei noch gut. Meist landen diese Hunde in sogenannten Tötungsstationen, wo sie aber nur eine gewisse Zeit bleiben können. Wird die Station zu voll, wird systematisch mit der Entfernung der Hunde angefangen.

Tierschützer bemühen sich immer wieder, diese Hunde zu retten und nach Deutschland zu bringen, wo sie dann erst in einer Pflegestelle weitestgehend alltagstauglich gemacht werden und dann in die hoffentlich endgültige Familie vermittelt werden können. Viele Hunde haben in ihrem vorherigen leben die Hölle durchlebt und kommen als Angst- oder Aggressionshunde nach Deutschland. Dies erfordert Geduld, Liebe und Bereitschaft des neuen Hundehalters, diesen manchmal steinigen Weg mit seinem neuen Freund zu gehen und ihm die Angst wieder zu nehmen und das Vertrauen zurück zu geben.